Lexikon

Ruhrradiologie

Hier haben wir für Sie alle wichtigen medizinischen Begriffe und Verfahren erklärt. 

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Abdomen ist ein anderer Begriff für Bauchraum. Die Organe und Gewebe des Bauchraums lassen sich per Ultraschall, Digitalem Röntgen, CT und MRT je nach medizinischer Fragestellung sehr gut darstellen.

Mit Angiographie bezeichnen wir die bildgebende Darstellung von Blutgefäßen, zumeist unter Einsatz von Kontrastmitteln. Häufig werden CT- oder MRT-gesteuerte Angiographien durchgeführt, die unter anderem wichtige Informationen liefern können, welche zum Beispiel zur Vorbeugung eines Schlaganfalls von Bedeutung sind.

Die Arteriosklerose wird auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung der inneren Arterienwandschicht, wobei diese unter anderem ihre Elastizität verliert, es zu einer Wandverdickung kommt beziehungsweise zur Bildung kleiner Geschwüre, an die sich Blutgerinnsel anlagern. Dieser Prozess führt auf lange Sicht zur Verengung (Stenose) der Arterien – im schlimmsten Fall zum arteriellen Verschluss. Mit dem CT/MRT lassen sich bereits kleinste Veränderungen der Gefäße darstellen, und somit können bereits in einem frühen Stadium der Krankheit effektive Therapiemaßnahmen eingeleitet werden.

Eine entzündlich verlaufende Gelenkerkrankung wird als Arthritis bezeichnet. Zu den typischen Symptomen zählen unter anderem das Anschwellen und warmwerden der Gelenke sowie Gelenkschmerzen. Als Ursache einer Arthritis kann zum Beispiel eine rheumatische Erkrankung des Patienten zugrunde liegen. Als geeignete Verfahren zur bildgebenden Diagnostik einer Arthritis setzen wir je nach Bedarf Digitales Röntgen, CT oder MRT ein.

Der medizinische Fachbegriff Arthrose beschreibt eine verschleißbedingte, chronisch verlaufende Gelenkerkrankung, die während des fortschreitenden Krankheitsverlaufs Bewegungseinschränkungen und Schmerzen der Gelenke verursachen kann. Bereits jüngere Menschen können aufgrund von Fehlbelastungen der Gelenke, zum Beispiel nach Sportunfällen, eine Arthrose entwickeln. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch einen Abbau des Gelenkknorpels, eine Knochenverdichtung unterhalb des Knorpels sowie die Bildung von Knochenzysten und -verformungen. Die bildgebende Diagnostik entspricht unserem Vorgehen bei der Arthritis.

Bandscheiben trennen die einzelnen Wirbel unserer Wirbelsäule voneinander. Sie beeinflussen zum einen die Beweglichkeit der Wirbelsäule, zum anderen haben sie eine Pufferfunktion zum Abschwächen von Erschütterungen, welche das Rückgrat betreffen. Bandscheiben setzen sich aus gallertartigem Knorpelgewebe und einem umgebenden faserhaltigen Ring zusammen. Der Flüssigkeitsanteil der Gallertmasse ist von enormer Bedeutung für die ausreichende Trennung und Abpufferung der Wirbel voneinander. Der beteiligte Faserring ermöglicht es den Bandscheiben, sich auszudehnen oder einzuziehen. Ihre Unversehrtheit und Funktionalität spielen eine wichtige Rolle für die uneingeschränkte und schmerzfreie Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Brustkrebs ist heutzutage die häufigste Krebsart bei Frauen. Auch hier gibt es unterschiedliche Typen, die schnell oder langsam wachsen, gut- oder bösartig sind. Im Rahmen der Brustkrebs-Früherkennung führen wir Mammographien durch, die bereits frühe Stadien des Brustkrebses nachweisen können. Als zusätzliche Maßnahmen für zuhause empfehlen wir das regelmäßige Abtasten der Brust und die jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung bei Ihrem Gynäkologen.

CT = Abkürzung für Computertomographie: Hierbei handelt es sich um ein röntgenologisches Schichtbildverfahren. Das CT eignet sich zur bildlichen Darstellung sämtlicher Körperregionen.

Darmkrebs stellt die zweithäufigste Krebserkrankungen von Frauen und Männern in Deutschland dar. 

Der medizinische Fachbegriff Mammographie ist zusammengesetzt aus dem lateinischen Wort Mamma = weibliche Brust, und dem griechischen Verb gráphein = schreiben). Hierbei handelt es sich um eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust, wobei die Strahlenbelastung unserer Patientinnen auf das geringstmögliche Maß reduziert wird.

Das Digitale Röntgen verbindet die röntgenologische Diagnostik mit der digitalen Aufarbeitung und Speicherung der gewonnenen Bilder. Vorteilhaft gegenüber dem herkömmlichen Röntgen ist eine Strahlenreduktion, die Bilder können digital bearbeitet werden, einfach und schnell archiviert oder an weitere Fachärzte versendet werden.

Hier sprechen wir über eine Verschleißerkrankung der kleinen Wirbelgelenke. Die daraus resultierenden Rückenschmerzen können unter anderem sehr gut mit CT-gesteuerten Spritzen, die schmerz- und entzündungshemmende Substanzen enthalten, behandelt werden (Facettengelenksinfiltration = FGI).

Beispiel: Lungenfibrose: Diese Erkrankung der Lunge basiert auf der krankhaften Umwandlung des Lungengewebes in Bindegewebe. Zur Diagnostik setzen wir diesbezüglich das Digitale Röntgen ein.

Foramen bedeutet Loch, Lücke oder Öffnung. Wir beziehen uns in diesem Zusammenhang auf die Foramenstenose (Verengung des Zwischenwirbelloches durch Verknöcherungen), die wir durch CT-gesteuerte Spritzen behandeln.

Dieser medizinische Begriff hat zwei Bedeutungen: Zum einen beschreibt er etwas, das sich in einer Vene (Blutgefäß) befindet, zum anderen weist er darauf hin, dass eine Substanz in die Vene hineingelangt. Zum Beispiel werden von uns beim MRT oder CT Kontrastmittel intravenös verabreicht.

Von einer Ischialgie sprechen wir, wenn Schmerzzustände vom Bereich des Ischiasnerven (Nervus ischiadicus) – meist von der Nervwurzel – ausgehen. Typisch ist in diesem Zusammenhang das Ausstrahlen der Schmerzen in die Beine.

Kontraindikation bedeutet medizinische Gegenanzeige: Hier spricht aus medizinischer Sicht etwas gegen eine diagnostische oder therapeutische Methode oder Technik (Beispiel: Patienten mit Herzschrittmacher dürfen nicht im MRT untersucht werden.)

Kontrastmittel können je nach medizinischer Fragestellung bei Untersuchungen im MRT, bei der Computertomographie und bei einer Röntgenuntersuchung zum Einsatz kommen. Sie werden entweder oral (bestimmte Zeit vor der Diagnostik getrunken) oder intravenös (in die Vene gespritzt) verabreicht. Sie bewirken eine Kontrastverbesserung der Bilder und tragen somit dazu bei, krankhafte Veränderungen der Gewebe besser erkennen zu können.

 

Da die Mittel unterschiedlich zusammengesetzt sind, ist es wichtig, vor der Untersuchung abzuklären, ob Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen (Gegenanzeigen), wie zum Beispiel eine Nierenschwäche, vorliegen.

Bösartige Tumore können im Verlauf der Krebserkrankung Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden, die sich entfernt von der Muttergeschwulst in anderen Körperarealen weiterentwickeln und dabei gesundes Gewebe zerstören. Bei der Beurteilung der jeweiligen Krebserkrankung ist der Fortschritt der Metastasierung ein wichtiger Aspekt bei der Behandlungsplanung. MRT-Bilder können bereits kleinste Tumoren und Metastasen hervorragend abbilden.

Die Mikrotherapie ist eine schonende, lokal eingegrenzte Therapieform. Hierzu zählen wir unter anderem die Facettengelenksinfiltration sowie die Periradikuläre Therapie.

Die Kernspintomographie ist ein wertvoller Baustein der Mammadiagnostik. Sie kommt besonders dann zum Einsatz, wenn eine ausführliche Diagnostik mittels Mammographie und Ultraschall keine ausreichende Klarheit über den Gesamtbefund ergeben haben.

Oral = den Mund betreffend. Wir sprechen zum Beispiel von oralen Kontrastmitteln beim CT oder MRT, die getrunken werden.

Die PRT findet Einsatz im Rahmen der Schmerztherapie. Schmerz- und entzündungshemmende Substanzen werden nahe der gereizten Nervenwurzel injiziert. Die Injektion ist bei uns CT-gesteuert.

Rückenschmerzen: ein komplexes Thema, das unzählige Ursachen, Diagnostik- und Therapievarianten beinhaltet. Auf der Suche nach den Ursachen Ihrer Rückenschmerzen setzen wir je nach medizinischer Fragestellung Digitales Röntgen, CT oder MRT ein. Darüber hinaus bieten wir zur bildgesteuerten Rückenschmerzbehandlung unsere CT-gesteuerten Spritzen an.

Ein Schlaganfall stellt einen medizinischen Notfall dar und muss innerhalb kürzester Zeit effektiv behandelt werden. Wir unterscheiden den hämorrhagischen Hirninfarkt, der durch eine Hirnblutung ausgelöst wird, sowie den ischämischen, der durch eine plötzliche Minderdurchblutung des Gehirns entsteht. Zur Diagnostik werden CT und MRT eingesetzt. Da bei einem Schlaganfall Gehirnzellen absterben, kommt es zu neurologischen Ausfällen wie Sprech- und Wahrnehmungsstörungen sowie Lähmungen der Gliedmaßen. Risikofaktoren stellen unter anderem Rauchen, Arteriosklerose, Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen dar. Innerhalb der ersten 4,5 Stunden nach dem Schlaganfall ist ein Öffnen der verstopften Arterie medikamentös möglich. Es sind spezielle Stroke-Units in den Krankenhäusern eingerichtet, die Schlaganfall-Patienten versorgen.

Der Begriff Spinalkanal bezeichnet den Rückenmarkkanal. Hier verläuft das Rückenmark vom Gehirn bis in den Lendenbereich. Zur bildlichen Darstellung des Rückenmarks setzen wir das MRT ein. So können beispielsweise Stenosen diagnostiziert werden.

Als Stenosen bezeichnen wir Engstellen, die beispielsweise in Blutgefäßen aufgrund von Arteriosklerose auftreten können. Des Weiteren sprechen wir von einer Wirbelkanalstenose, wenn eine Verengung des Rückenmarkskanals vorliegt. Diese kann zum Beispiel durch einen Bandscheibenvorfall verursacht werden.

Das Struma wird umgangssprachlich auch als Kropf bezeichnet. Dieser Fachbegriff beschreibt die Organvergrößerung der Schilddrüse. Zum Beispiel mit Hilfe der Schilddrüsensonographie können wir krankhafte Veränderungen der Schilddrüse, wie Zysten, Knoten oder Tumoren darstellen. Die gewonnenen Bilddaten fließen in die weitere Beurteilung der Schilddrüse ein.

Der Begriff Thorax bedeutet Brustpanzer. Die Bestandteile des Brustkorbs sind die Brustwirbel, Rippen und das Brustbein mit den zugehörigen Gelenken, Muskeln und Bändern. Die bildgebende Diagnostik des Brustkorbs wird vor allem mit dem digitalen Röntgen, CT und MRT durchgeführt – je nach medizinischer Fragestellung.

Der medizinische Fachbegriff Thrombus leitet sich ab von dem altgriechischen Wort thrómbos = zu Deutsch = Pfropf. Damit wird ein Blutgerinnsel bezeichnet, das sich im Blutgefäß bildet und schlimmstenfalls zum Verschluss des Gefäßes führen kann. Zur Diagnostik setzen wir je nach Fragestellung Digitales Röntgen, CT oder MRT ein. Darüber hinaus bieten die kontrastmittelgestützte CT- und MRT-Angiographie eine spezielle bildgebende Technik zur Diagnostik der Blutgefäße an.

Tumoren sind Geschwülste, die sich als krankhafte Gewebeneubildung darstellen. Dabei unterscheiden wir gutartige (benigne) Tumoren und bösartige (maligne) Tumorarten. Erstere sind meist klar abgegrenzt zum umliegenden Gewebe, infiltrieren dieses nicht und bilden keine Tochtergeschwülste. Letztere infiltrieren und zerstören das angrenzende Gewebe und bilden Tochtergeschwülste (Metastasen). Zur Diagnostik von Tumoren setzen wir vor allem CT und MRT ein. Besonders wichtig ist hierbei die Mammographie.

Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen besteht die Möglichkeit, Krankheiten bereits in ihren frühen Stadien zu erkennen. In dieser Phase fällt die Prognose der Therapien zumeist äußerst positiv aus. Ein schnelles und fachkompetentes Eingreifen führt in den meisten Fällen zur Heilung. Deshalb ist es umso wichtiger, die Möglichkeit, an Vorsorgeprogrammen teilzunehmen, nicht verstreichen zu lassen.